22.06.2020 Pionierprojekt in Köln-Braunsfeld feiert Richtfest

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In Köln-Braunsfeld gibt es aktuell gleich drei gute Gründe zum Feiern. Nachdem vor knapp einem Jahr der Grundstein für das Bauvorhaben am Clarenbachplatz gelegt wurde, feiern die Bauherren WvM Immobilien + Projektentwicklung GmbH und Friedrich Wassermann GmbH & Co. KG am 24. Juni 2020 die Fertigstellung des Rohbaus der drei Mehrfamilienhäuser. Das Richtfest wird ab 13:30 Uhr virtuell über den Livestream im Facebook-Profil der WvM übertragen. Auf der Baustelle selbst wird Bauherr Anton Bausinger, Geschäftsführer von Friedrich Wassermann, die Zeremonie eröffnen. Der stellvertretende Bürgermeister Roland Schüler sowie Pfarrer Uwe Zimmermann vom benachbarten Clarenbachstift werden ebenfalls ein paar Worte zu diesem besonderen Neubauprojekt sagen. „Wir sind stolz, als erste Bauträger Deutschlands Gleise mit Wohnraum zu überbauen und uns einem derart innovativen Projekt zu stellen“, sagt Raphael Hüffelmann, Projektverantwortlicher bei der WvM. „Das Projekt wachsen zu sehen und das Ziel in greifbarer Nähe zu wissen, ist ein tolles Gefühl“, ergänzt Anton Bausinger.

Sicheres Wohnen über Gleisen

Über eine Länge von 160 Metern überbauen WvM Immobilien und Friedrich Wassermann den Schienenweg. Basierend auf dem Entwurf des Kölner Architekten Matthias Dittmann entstehen 67 Wohnungen und knapp 550 m² Gewerbefläche, verteilt auf drei Häuser. Unterirdisch entstehen 94 Tiefgaragenstellplätze. Um die Erschütterungen des Güterzuges vom Boden und dem Gebäudetrakt bestmöglich zu reduzieren, wurden die Gleise vor Baustart mit einer 50 Zentimeter dicken Betonschicht und mit Gummipolstern unterfüttert. Damit Anwohner und die neuen Bewohner den Bahnverkehr kaum spüren, werden die Wand- und Deckenflächen im überbauten Gleisbereich mit Dämmstoffen belegt. Eine schallabsorbierende, 1,20 m hohe Lärmschutzwand, die parallel zum teilüberbauten Gleis verläuft, sorgt zusätzlich für eine geringe Lärmbeeinträchtigung.

Aufgrund der architektonischen und technischen Herausforderungen, die mit dem Bauvorhaben einhergehen, ist das Projekt für den diesjährigen polis Award in der Kategorie „Intelligente Nachverdichtung“ nominiert. Die Gewinner werden am 13. August 2020 um 17:00 Uhr auf der digitalen Messe für Stadt- und Projektentwicklung der polis Convention bekanntgegeben. „Vielleicht können wir mit unserem Bauvorhaben andere Projektentwickler ermutigen, innovative Wege zu gehen, um mehr Wohnraum zu schaffen“, sagt Raphael Hüffelmann.

Der Weg bis heute war lang. Seit zehn Jahren arbeiten Anton Bausinger und sein Team bereits an dem Projekt. „Wir haben uns trotz Skepsis und Widerständen durchgesetzt“, sagt Anton Bausinger. „Für mich wird ein Traum zur Realität, wenn wir Anfang 2021 die Fertigstellung feiern.“

 

Kölner Stadtanzeiger von Helmut Frangeberg

Köln-Braunsfeld – Die Bezirksregierung hat den Antrag zum Umbau der Eisenbahn-Gleise in Braunsfeld gegeben und damit den Weg für ein bundesweit einmaliges Bauprojekt frei gemacht: Ein 160 Meter langer Abschnitt der Trasse der ehemaligen „Klüttenbahn“ der Köln-Frechen-Benzelrather Eisenbahn soll mit Wohngebäuden überbaut werden. Am ehemaligen Braunsfelder Bahnhof an der Aachener Straße entstehen in drei Häusern 67 Wohnungen und knapp 600 Quadratmeter Gewerbefläche über und neben einer Güterzugtrasse.

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Polis Award

„Das ungewöhnliche Bauvorhaben ist mittlerweile für den Award 2020 der Messe für Stadt- und Projektentwicklung „Polis“ in der Kategorie „Intelligente Nachverdichtung“ nominiert.“

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